75% Rabatt bei Debcon!

Das ist ja mal ein wundervolles einmaliges Sonderangebot, dass die Inkassofirma Debcon meinem Mandanten da machen will, 75% Rabatt auf die ursprüngliche Forderung!

Rückblick: Debcon meldete sich im Mai 2013 erstmals mit einer Forderung von 350,- €. Nachdem wir mitgeteilt hatten, dass nicht mal eine Abmahnung vorliegt, folgte sodann ein Mahnbescheid, in welchem sich die Debcon aus Anspruchsinhaber gerierte (damals war offenbar auch Andre Chmiel noch Geschäftsführer bei der Debcon; von diesem Herrn hatte ich hier auch kürzlich berichtet). Hiergegen wurde Widerspruch eingelegt.

Danach meldete sich Debcon mit einem neuen Vergleichsvorschlag in Höhe von 175,- €. Dieser wurde abgelehnt. Kurze Zeit später teilte Debcon mit, der ursprüngliche Rechteinhaber habe die Forderung zwischenzeitlich an Debcon abgetreten (Jetzt erst? Trotz Mahnbescheid im eigenen Namen?) und man wolle nun einen Vergleichsbetrag in Höhe von 250,- € haben. Immerhin erfuhren wir so den Namen des angeblichen Rechteinhabers, eine Abmahnung lag uns immer noch nicht vor.

Debcon erbat dann noch einmal den Betrag von 250,- €, reduzierte diesen dann knapp drei Monate später auf 104,28 € und nun, noch einmal knapp drei Monate später, auf 87,50 €. Das macht unter dem Strich einen Rabatt von 75%. Wobei ich wenig Hoffnung Sorge habe, dass der Mandant dieser erneuten Zahlungsaufforderung nachkommt.

Spannend sind zwei Passagen des aktuellen Schreibens:

“Recherchen im Rahmen der Vorbereitung haben ergeben, dass die wirtschaftliche Situation Ihrer Mandantschaft keine Negativmerkmale – sowohl gerichtliche als auch anderweitige Inkassomerkmale – aufweist”  

Warum nur glaube ich nicht, dass es derartige Recherchen gegeben hat?!

“Mit Ablauf der Frist werden wir die Ansprüche gerichtlich feststellen lassen, damit diese dann 30 Jahre vollstreckbaren Ansprüche im Rahmen eines Bieterverfahrens an Finanzinvestoren verkauft und ein kleiner Teil der durch das Handeln Ihrer Mandantschaft verursachten Kosten realisiert zu bekommen.” 

Lassen wir grammatikalische Feinheiten mal außen vor….Phantasie haben die Leute wenigstens! Ich möchte den Investor sehen, der sich daran die Zähne ausbeißt. Nicht nur, dass Debcon seit fast zwei Jahren erfolglos um Geld bettelt bittet, zuvor soll ja auch noch die Kanzlei Baek-Law tätig gewesen sein. Das allerdings weiß ich nicht so genau, den – richtig – eine Abmahnung liegt uns ja immer noch nicht vor.

Kleine Personalie am Ende: Offenbar ist Herr Sebastiang Wulf nun auch Geschäftsführer bei Debcon – steht zumindest auf deren Briefpapier. Der Kollege Wulf war es ja auch, der als Prozessbevollmächtigter der Debcon die Mahnbescheide beantragt hat. Aber das nur am Rande.

 

Achja: Falls die Leute von Debcon Geld von Ihnen wollen, und Sie es leid sind, ständig mit denen schriftlich zu korrespondieren, dann rufen Sie uns einfach an und geben die Sache in unsere Hände. Wir haben damit einige Erfahrung!