Anwaltswechsel jetzt auch bei Abmahnern!

Nicht nur Wettermoderatoren, auch Rechteinhaber wechseln gelegentlich die Anwälte. So geschehen offenbar gerade im Falle Digiprotect.

Die Kanzlei Schalast & Partner aus Frankfurt teilt mir mit, dass sowohl die Kanzlei Denecke, von Haxthausen & Partner wie auch die Kanzlei von Kenne nunmehr nicht mehr die Digiprotect vertreten würden, sondern aktuell die Kanzlei Schalast & Partner.

Gleichzeitig macht die Kanzlei dem Abgemahnten das Angebot, gegen Zahlung eines Betrages von 99,00 € die Angelegenheit als erledigt zu betrachten.

Was führt zu diesem Angebot? Hat man alle Akten der früheren Kanzleien übernommen und will nun schnellstmöglich die Sachen beenden? Sieht man Schwierigkeiten in der Durchsetzung der vermeintlichen Ansprüche?

Geht man streng nach den Regeln des Vergütungsrechtes, so hätte Digiprotect an die bisherigen Kanzleien in jeder Sache ein anwaltliches Honorar zahlen müssen. Auch die neuen Prozessbevollmächtigten hätten einen gleichlaufenden Honoraranspruch. Das “einmalige Angebot” selbst unterbietet sogar die Grenze des § 97a Abs. 2 UrhG. Erleidet Digiprotect da nicht erhebliche finanzielle Verluste? Zweimal Anwaltshonorare zahlen, vom Abgemahnten aber nur 99,00 € verlangen?