Arbeitsrecht: Auch christliche Gewerkschaft GKH ist nicht tariffähig

Nachdem bereits die Christliche Gewerkschafte für Zeitarbeit und Personal-Service-Agenturen (CGZP) für nicht tariffähig erklärt wurde (siehe hier), hat es nunmehr auch die Christliche Gewerkschaft für Kunststoffgewerbe und Holzverarbeitung (GKH) erwischt.

Das Landesarbeitsgericht Hamm (Urteil vom 23.09.2011, Az.: 10 TaBV 14/11) stellte fest, dass es der GKH an sozialer Macht fehle, um tatsächlich faire Tarifverträge aushandeln zu können. Knapp 1.700 Mitglieder, damit ein Organisationsgrad in den betroffenen Branchen von nun 0,6 % sowie ein monatliches Budget von nur 21.000 € seien nicht ausreichend, um ausreichend soziale Macht in den betroffenen Branchen mit 190.000 Beschäftigten soziale Macht zu entfalten.

Die IG Metall hatte gerichtlich einen Feststellungantrag zur Tariffähigkeit gestellt, der nach Durchlauf aller Stationen bis zum Bundesarbeitsgericht nun wieder in Hamm ankam. Das LAG Hamm machte sich dabei die Begründung des BAG im Zurückverweisungsbeschluss zu eigen.