Arbeitsrecht: Fristlose Kündigung wegen “Schönheitsoperation”

Es gibt sicherlich unzählige Möglichkeiten, sich seines Arbeitsplatzes zu entledigen. Die Beleidigung und Bedrohung des Vorgesetzten und auch die Androhung einer Schönheitsoperation gehören zweifelsfrei dazu, wie das Arbeitsgericht Mönchengladbach gerade feststellte (ArbG Mönchengladbach, Urteil vom 07.11.2012, Az.: 6 Ca 1749/12)

Der Arbeitnehmer hatte seinen Vorgesetzten offenbar mit den Worten “Ich hau dir vor die Fresse. Ich nehme es in Kauf, nach einer Schlägerei gekündigt zu werden, der kriegt von mir eine Schönheitsoperation. Wenn ich dann die Kündigung kriege, ist mir das egal”* belegt, was dieser als Bedrohung empfand und den Arbeitnehmer fristlos auf die Straße setzte. Das Arbeitsgericht Mönchengladbach stellte sich, nachdem der Arbeitnehmer sich ins Arbeitsverhältnis zurück klagen wollte, auf die Seite des Arbeitgebers.

Die Kündigung sei gerechtfertigt und damit wirksam. Die strafrechtlich relevante Bedrohung des Vorgesetzten durch einen Arbeitnehmer stellt einen Grund für eine außerordentliche Kündigung dar. Dies insbesondere, wenn der Arbeitnehmer in der Vergangenheit bereits einmal wegen Bedrohung des damaligen Vorsitzenden abgemahnt worden war.

Also Vorsicht bei der Wortwahl!

*Quelle des Wortlautes: beck aktuell