Das AG Flensburg meint: Flirt-SMS-Dienste sind Betrug

Wie beck-aktuell heute hier berichtet, hat das AG Flensburg festgestellt, dass es bei professionellen Flirt-SMS-Diensten einzig darum gehe, den Kunden zu verleiten, teure SMS zu senden. Es verurteilte daher eine Teamleiterin eines Callcenters wegen Beihilfe zum bandenmäßigen Betrug zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr auf Bewährung.

Die Chefs der Verurteilten sehen sich derzeit offensichtlich vor dem LG Kiel dem gleichen Sachverhalt ausgesetzt. Die Staatsanwaltschaft hält das Flensburger Urteil offensichtlich für wegweisend.

Da sich offenbar die Angeklagte vor dem AG Flensburg vollumfänglich geständig zeigte, dürfte sie nunmehr vor dem LG Kiel als Zeugin auftreten müssen. Dies wird der Anklage vermutlich erheblich nach vorn helfen. Sollte auch das LG Kiel zu dieser Einschätzung kommen und die Entscheidung rechtkräftig werden, dann stehen wohl einigen SMS-Dienst Betreibern harte Zeiten bevor.