“Das bringt mir ja nichts” – kostet aber trotzdem

Es passiert gelegentlich: Der Mandant meldet sich in einer zivilrechtlichen Angelegenheit und bittet um Prüfung der Erfolgsaussichten. Nach Belehrung über die Kosten, erteilt er dem Rechtsanwalt das Mandat.

Die Prüfung anhand zahlreicher Unterlagen ergibt dann: Keine Chance!

Daraufhin meint der Mandant, dass ihm die Beauftragung eines Anwalts nichts gebracht habe. Er ist ein wenig verschnupft, wenn er daraufhin die Rechnung erhält.

Dabei müssen zwei Dinge festgehalten werden:

1. Das Mandatsverhältnis ist ein Dienstvertrag. Geschuldet wird die Tätigkeit, nicht der Erfolg. Gezahlt werden muss auch, wenn der Rat lautet “Keine Chance! Lass es bleiben!”

2. Auch bei einem solchen Rat hat der Mandant etwas davon. er weiß nämlich nun, dass er sich tunlichst nicht in einen teuren Prozess stürzen sollte, da dieser verloren gehen würde.

Die meisten Mandanten haben auch bei negativem Rat kein Problem mit der Rechnung und verstehen dies im Sinne der vorgenannten Ausführungen. Was passieren kann, wenn das Verständnis einmal gänzlich fehlt, stellt die Kollegin Braun gerade hier dar.