Debcon – Was kommt nach den Mahnbescheiden?

In den vergangenen Wochen sind, dies hatten wir insbesondere auf unserer Facebook-Seite des Öfteren berichtet, einige unserer Mandanten, die sich nach Abmahnungen wegen Filesharing nicht zur Zahlung bewegen ließen und denen in den letzten Monaten das Inkasso-Unternehmen Debcon GmbH auf den Zeiger ging, von eben jener Debcon GmbH unter Mitwirkung eines Rechtsanwaltes Wulf mit Mahnbescheiden überzogen worden. Dies geschah offenbar in allen Fällen um die am Jahresende drohende Verjährung zu unterlassen.

Da es sich hierbei offenbar nicht um Einzelfälle sondern ein Massenphänomen handelt, ist von vielen Kollegen bereits diskutiert worden, wie es denn nun eventuell weitergehen könnte. Den Mahnbescheiden haben wir für unsere Mandanten in allen Fällen widersprochen. Wollte Debcon die Sache nun gerichtlich geltend machen, müssten Prozesskosten eingezahlt, die Sache an das örtlich zuständige Gericht abgegeben werden und Debcon eine Anspruchsbegründung liefern, der wir aus den verschiedensten rechtlichen Gründen mit großer Spannung entgegenfiebern.

Allerdings scheint Debcon weiterhin zu versuchen, die bislang erfolglose Strategie, unsere Mandanten außergerichtlich zur Zahlung zu bewegen, fortzusetzen. Denn erneut gehen jetzt in diversen Sachen, in denen wir für unsere Mandanten Widerspruch gegen den Mahnbescheid eingelegt haben, außergerichtliche “Angebote” ein, mit denen unsere Mandanten zur Zahlung eines meist nochmals reduzierten pauschalen Abgeltungsbetrages bewegt werden sollen.

Wenn Debcon auf diese Art und Weise hofft, um eine Anspruchsbegründung herum zu kommen, so wird das wohl nichts. Denn ich glaube kaum, dass unsere Mandanten sich nach Jahren der Zahlungsverweigerung ausgerechnet nun vom Inkasso-Unternehmen umstimmen lassen.