Der Fußball und das Arbeitsrecht – unbefristete Spielerverträge?

Das Arbeitsgericht Mainz hat in einer viel diskutierten Entscheidung die Auffassung vertreten, dass die Verträge für Fußballprofis nicht beliebig oft befristet werden dürfen sondern den Regelungen des Teilzeit- und Befristungsgesetzes (TzBfG) entsprechen müssen (ArbG Mainz, Az.: 3 Ca 1197/14).

Unabhängig davon, dass die Befristung gemäß § 14 Abs. 1 TzBfG eines sachlichen Grundes bedarf, ist § 14 Abs. 2 TzBfG zu beachten:

(2) Die kalendermäßige Befristung eines Arbeitsvertrages ohne Vorliegen eines sachlichen Grundes ist bis zur Dauer von zwei Jahren zulässig; bis zu dieser Gesamtdauer von zwei Jahren ist auch die höchstens dreimalige Verlängerung eines kalendermäßig befristeten Arbeitsvertrages zulässig. Eine Befristung nach Satz 1 ist nicht zulässig, wenn mit demselben Arbeitgeber bereits zuvor ein befristetes oder unbefristetes Arbeitsverhältnis bestanden hat. Durch Tarifvertrag kann die Anzahl der Verlängerungen oder die Höchstdauer der Befristung abweichend von Satz 1 festgelegt werden.

Die Folgen unzulässiger Befristung beschreibt § 16 TzBfG:

§ 16 Folgen unwirksamer Befristung

Ist die Befristung rechtsunwirksam, so gilt der befristete Arbeitsvertrag als auf unbestimmte Zeit geschlossen; er kann vom Arbeitgeber frühestens zum vereinbarten Ende ordentlich gekündigt werden, sofern nicht nach § 15 Abs. 3 die ordentliche Kündigung zu einem früheren Zeitpunkt möglich ist.

Das dürfte für den ein oder anderen altgedienten Profi, der in seinem Fußballerleben seinem aktuellen Verein schon lange Zeit treu ergeben ist, zu einem unbefristeten Arbeitsverhältnis, dass nur nach den Gesichtspunkten der ordentlichen Kündigung beendet werden kann, führen.  Sollte die Entscheidung daher rechtskräftig werden (Mainz 05 hat bereits Berufung angekündigt), könnte dies den Profifussball gehörig durcheinander wirbeln.
Vermuten Sie auch, dass die in Ihrem Arbeitsvertrag enthaltene Befristung unwirksam ist? Ist Ihre Befristung vielleicht schon häufig verlängert worden? Dann rufen Sie uns an. Eventuell können wir Ihnen zu einem unbefristeten Arbeitsverhältnis verhelfen!