Die Sache mit der Schufa-Drohung

Wer eine Rechnung nicht bezahlt, dem droht das abrechnende Unternehmen gern einmal mit einem Eintrag bei der Schufa oder anderen Auskunfteien. Dieses Druckmittel zieht in einigen Fällen sogar. In etlichen Fällen ist die Drohung jedoch vollkommener Unsinn, was manch Unternehmen gern einmal “übersieht”.

Derjenige, der eine Forderung eines Anderen nicht bezahlt, kann zwar grundsätzlich von einem Eintrag bei der Schufa bedroht sein. Dies gilt allerdings nur, solange eine nicht titulierte Forderung unbestritten bleibt.

Wer also eine Forderung zurückweist bzw. bestreitet, dass diese Forderung existiert, der verhindert dadurch erst einmal einen Eintrag bei der Schufa. Denn bestrittene Forderungen dürfen nicht eingetragen werden. Schließlich kann die Schufa nicht selbst prüfen, ob die Forderung überhaupt berechtigt ist.

Neben diversen eigenartigen Inkassobuden scheint auch Vodafone die Drohung mit dem Schufa-Eintrag etwas übertrieben zu haben. Das Oberlandesgericht Düsseldorf hat jedenfalls aktuell dem Mobilfunkbetreiber verboten, unsachlich mit dem Schufa-Eintrag zu drohen (OLG Düsseldorf, Urteil vom 09.07.2013 – I-20 U 102/12). Wer dem Schuldner mit einem solchen Eintrag drohe, der müsse auch hinreichend kenntlich machen, dass das Bestreiten der Forderung ausreicht, um den Eintrag zu verhindern. Wer also seine Telefonrechnung beanstandet, muss erstmal nicht mit einem Eintrag rechnen.

Über die Entscheidung berichtet beck aktuell an dieser Stelle.

 

Droht man Ihnen mit einem unberechtigten Schufa-Eintrag oder macht man gegen Sie unberechtigte Forderungen geltend? Lassen Sie sich anwaltlich beraten! Wir können Ihnen helfen!