Erleichterungen für Vermieter bei Betriebskostenabrechnung

Zukünftig haben es Vermieter einfacher bei der Erstellung einer Nebenkostenabrechnung. Nach einer aktuellen Entscheidung des Bundesgerichtshofes (BGH, Az.: Az. VIII ZR 93/15) sind keine zu hohen Anforderungen an eine Nebenkostenabrechnung, insbesondere im Hinblick auf die Form, zu stellen.

Nach Auffassung des Bundesgerichtshofes sei es nicht notwendig, dass beispielsweise bei der Verteilung von Kosten auf mehrere Mieter nach Wohnfläche der einzelnen Wohnungen jeder Zwischenschritt der Berechnung nachvollziehbar dargelegt werden muss.

Nach der bisherigen Rechtsprechung des BGH führte genau diese fehlende Darstellung des Rechenweges in der Regel zur formellen Unwirksamkeit der Nebenkostenabrechnung. Diese strenge Linie bedeutete in der Regel für die Vermieter einen recht erheblichen Aufwand und führte nicht selten zum Gegenteil des gewünschten Ergebnisses. Denn eine umfangreiche Berechnung führte häufig dazu, dass diese von den Mietern erst recht nicht mehr nachvollzogen werden konnte. Gleichzeitig wurde die Nebenkostenabrechnung durch diese Darstellung jedoch „aufgebläht“.

Nun wird es zukünftig so sein, dass Vermieter sich diesen Aufwand sparen können. Es wird aber weiterhin so sein, dass zumindest ersichtlich sein muss, ob einzelne Kostenpositionen nach Verbrauch oder nach Anteil an der Wohnfläche umgelegt werden. Auch das Verhältnis der Wohnfläche der Wohnung des Mieters im Verhältnis zur Gesamtwohnfläche wird zumindest dargestellt sein müssen.

Der Mieter erhält dann eine etwas schlankere Nebenkostenabrechnung, muss dann jedoch unter Umständen selbst genauer prüfen, ob die Abrechnung korrekt erfolgt ist.

 

Ob die Nebenkostenabrechnung korrekt ist oder ob es Angriffspunkte gibt können wir sowohl für Mieter als auch Vermieter prüfen. Lassen Sie sich daher anwaltlich beraten. Rufen Sie uns an!