Filesharing: Die Spannung beim zweiten Schreiben

In Filesharing-Angelegenheiten ist es sehr häufig, dass man für den Mandanten zwar eine modifizierte Unterlassungserklärung abgibt, jedoch die geltend gemachten Kosten- und Schadensersatzansprüche zurückweist. Meist passiert dies, weil weder eine direkte noch eine Störerhaftung ersichtlich sind.

In einigen, immer häufiger werdenden Fällen kommt dann von der abmahnenden Kanzlei ein Schreiben, mit welchem die Unterlassungserklärung angenommen wird, die Kosten jedoch weiterhin gefordert werden. Normalerweise schenke ich solchen Schreiben eher weniger Beachtung.

In letzter Zeit senden jedoch einige Kanzleien “Unterlagen” mit, aus denen sich von mir grundsätzlich angesprochene Probleme ergeben. Zum Nachweis, dass der Auftraggeber tatsächlich die entsprechenden Rechte am Werk hat, sind mir schon diverse Dinge (Erklärungen, Album-Cover etc.) übersandt worden.

Jetzt habe ich im Hinblick auf die korrekte Ermittlung der IP-Adresse eine mehrseite eidesstattliche Versicherung eines “Ermittlers” erhalten, aus der angeblich hervorgehen soll, dass die Ermittlung vollkommen korrekt war. Allein aus der Versicherung kann ich jedoch derart viele potentielle Fehlerquellen ausmachen, dass ich nicht wirklich überzeugt bin. Nun, wir werden sehen, wie die Sache weitergeht.

One thought on “Filesharing: Die Spannung beim zweiten Schreiben

Comments are closed.