Filesharing: Jahresendrally beginnt – Mahnbescheide kommen!

So, es ist soweit. Die Freunde von der Debcon haben uns in den letzten Tagen und Wochen (nun endlich) mit ihrer Reaktion auf die aktuelle BGH Rechtsprechung (Verjährungsfristen etc.) beglückt. Da müssen wir derzeit den Staub von einigen Akten wischen (natürlich nur virtuell, unsere Akten sind ja vollständig elektronisch vorhanden).

Jetzt scheinen auch die Kollegen der Kanzlei .rka am Zug zu sein. Heute erreichte uns erneut ein Mahnbescheid, den ein Mandant gegen sich erhalten hat. Anspruchsteller ist die Koch Media GmbH aus Österreich, vertreten durch eben die Kollegen .rka Rechtsanwälte Reichelt, Klute, Aßmann.

Wie bereits zuvor geht es um Rechtsverletzungen und Abmahnungen aus dem Jahre 2013. Hier droht also zumindest die Verjährung der begehrten Rechtsanwaltskosten zum Ende dieses Jahres. Der Mahnbescheid wirkt insoweit verjährungshemmend. Die Problematik der 10-jährigen Verjährungsfrist spielt insoweit keine Rolle.

Die Mahnbescheide, die uns vorliegen, wurden beim AG Berlin Wedding beantragt. Leider vergessen die Kollegen offenbar, dass wir in der Vergangenheit in diesen Sachen mandatiert waren und benennen uns nicht als Prozessbevollmächtigte der Antragsgegner. Dies führt dazu, dass die Mahnbescheide bei den Mandanten direkt eingehen und wir erst durch die Mandanten davon erfahren.

Aus diesem Grunde ist Eile geboten! Wenn Sie einen solchen Mahnbescheid erhalten, gehen Sie bitte davon aus, dass Ihr Anwalt diesen nicht erhalten hat. Sie selbst sollten daher schnellstmöglich Ihren Anwalt informieren. Der Widerspruch gegen den Mahnbescheid ist binnen 2 Wochen nach Zustellung zu erheben. Diese Frist sollten Sie nicht versäumen. Heben Sie die Postzustellungsurkunde (gelber Umschlag) unbedingt auf und geben die diese Ihrem Anwalt. Die Postzustellungsurkunde enthält das Datum der Zustellung, das für die Wahrung der Frist maßgeblich ist.