Filesharing: Wieder gefälschte Abmahnungen im Umlauf

Der Kollege Stadler berichtet hier, dass offenbar wieder einmal gefälschte Filesharing-Abmahnungen im Umlauf sind. Die E-Mails sollen den Anschein erwecken, vom Kollegen Giese zu stammen, der jedoch hier klarstellt, nicht der Urheber dieser Abmahnungen zu sein.

Vielmehr versuchen offenbar erneut Betrüger als Trittbrettfahrer Geld bei unaufmerksamen Internetusern abzugreifen.

Grundsätzlich ist es denkbar, dass Abmahnungen per E-Mail verschickt werden. Enthält aber die Abmahnung das “Angebot”, bereits in Gang gebrachte strafrechtliche Ermittlungen zu stoppen, so deutet dies in der Regel auf einen Betrugsversuch hin. Denn die Möglichkeit, ein Ermittlungsverfahren einzustellen, hat nur die Staatsanwaltschaft, nie der Urheberrechtsinhaber.

Als zweiten Hinweis enthalten solche Abmahnungen meist die Aufforderung, einen äußerst geringen Betrag (meist 100,00 €) mittels einer Zahlungsmethode wie UKASH o.ä. zu bezahlen. Eine Kontonummer des Empfängers sucht man meist vergeblich. Oftmals, so auch im aktuellen Fall, sind die Angaben zur Homepage oder E-Mail der abmahnenden Kanzlei gefälscht, so dass der Nutzer auf Fake-Seiten geleitet wird.

Sollten Sie Zweifel haben, ob eine Ihnen übersandte Abmahnung nicht vielleicht ein solches betrügerisches Schreiben ist, so kontaktieren Sie uns. Meist ist nach einem kurzen Blick auf die Abmahnung klar, ob Betrüger am Werke sind.