Fristlose Kündigung wegen Untervermietung an Touristen

Bietet ein Wohnungsmieter seine Wohnung zur Untermiete an Touristen an (hier über das Portal “airbnb”) und hat der Vermieter dem nicht ausdrücklich zugestimmt, so rechtfertigt dies eine Abmahnung sowie, wenn das Angebot nach Abmahnung nicht unterbleibt, eine fristlose Kündigung des Wohnungsmietverhältnisses (Landgericht Berlin, Az.: 67 T 29/15).

Der Mieter hatte zunächst die Wohnung über “airbnb” für Touristen als Ferienwohnung angeboten. Der Vermieter war damit nicht einverstanden, mahnte den Mieter ab und kündigte ihm schließlich fristlos.

Das LG sah den für die fristlose Kündigung geforderten wichtigen Grund in der Tatsache, dass der Mieter trotz vorheriger Abmahnung das Angebot zur Untervermietung fortsetzte. Die entgeltliche Gebrauchsüberlassung an Dritte sei ausschließlich dem Vermieter vorbehalten. Der Mieter darf nur mit vorheriger Genehmigung des Vermieters untervermieten. Spätestens nach der Abmahnung lag damit ein schwerwiegender Pflichtverstoß seitens des Mieters vor. Die Fortsetzung des Mietverhältnisses bis zum Ablauf der für die ordentliche Kündigung geltenden Kündigungsfrist sei nicht zumutbar.

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