Hauseigentümer zahlt für Brandschaden am Nachbarhaus

Der Eigentümer eines Grundstückes hafte im Rahmen des nachbarrechtlichen Ausgleichsanspruches für Brandschäden am Nachbarhaus, wenn die Brandursache vom Grundstück des Eigentümers ausgeht und dieser diesbezüglich sicherungspflichtig gewesen ist (OLG Hamm, Urteil vom 18.04.2013, Az.: 24 U 113/12).

Der Eigentümer hatte offenbar eine Grillparty veranstaltet. Nach Ende dieser Party entstand in der Nacht auf ihrem Grundstück ein Brand, ausgelöst entweder durch einen technischen Defekt oder durch heiße Grillkohle oder deren Funkenflug. Das Feuer griff aufs Nachbarhaus über. Die Versicherung, die den Brandschaden beim Nachbarn reguliert hatte, verlangt nun Regress vom Grundstückseigentümer.

Das OLG Hamm gibt dem dem Grunde nach statt. Der Grundstückseigentümer sei verkehrssicherungspflichtig gewesen, im Bezug auf beide möglichen Brandursachen. er hafte daher dem Nachbarn gegenüber im Rahmen des nachbarrechtlichen Ausgleichsanspruches. Dieser Anspruch war nach Zahlung auf die klagende Versicherung übergegangen.

Der beklagte Grundstückseigentümer haftet daher als “Störer”, auch weil keine andere Schadensursache denkbar war.

 

Über das Urteil berichtet beck-aktuell hier.