Immer Ärger mit den Kopierkosten…

An einem unweit gelegenen Landgericht treibt in letzter Zeit die Abrechnung von Kosten für die Ablichtungen der Verfahrensakte immer wieder sehr eigenartige Auswüchse. Mir wird in einer Verfügung der Kostenbeamtin mitgeteilt, dass ich wesentlich zuviel Ablichtungen im Rahmen der Dokumentenpauschale nach Nr. 7000 VV RVG abgerechnet hätte.

Abgerechnet wurden von mir tatsächlich mehr als 2.000 Seiten. Die Kostenbeamtin teilt mit, dass die Akte nur rund 650 Seiten zum Zeitpunkt der Akteneinsicht gehabt hätte. Ein Blick in meine Akte zeigt, dass dies vielleicht für den Hauptband der Akte gelten mag (obwohl auch da bestenfalls ungefähr), die Verfahrensakte jedoch aus weiteren Nebenbänden, Gutachtenbänden etc. bestand. Durchschnittlich dürfte jeder Band davon nur ca. 15 Seiten gehabt haben, wäre die Zählung der guten Dame korrekt. Vielleicht sollte die Kostenbeamtin aber einfach erst einmal die ganze Akte in Augenschein nehmen, bevor sie meine Abrechnung moniert.

Selbe Person hatte in einer anderen Sache bereits ähnliche Einwände vorgebracht. Da hatte die Akte tatsächlich nur einen Band. Allerdings hatte ich zweimal Akteneinsicht beantragt. Gewähren wollte sie mir nur die Ablichtungen, die ich zum Zeitpunkt der ersten Akteneinsicht fertigen konnte. Die zweite Akteneinsicht übersah sie offenbar. Dass die Akte zwischenzeitlich mindestens doppelt so dick geworden war, überging sie. Zum Zeitpunkt meiner (ersten) Akteneinsicht hätte die Akte nur xx Seiten gehabt, meine Abrechnung von xxx Seiten sei daher nicht nachvollziehbar. Vielen Dank auch!

Nicht auszudenken, welche Portokosten und wieviel Arbeitszeit allerseits gespart werden könnte…