Inkassobüro Condor mahnt Zahlungsansprüche aus Filesharingfällen für KSM GmbH an

Bereits seit einiger Zeit scheint die Inkassofirma Condor Gesellschaft für Forderungsmanagement mbH angebliche Zahlungsansprüche aus Urheberrechtsverletzungen für die KSM GmbH durchsetzen zu wollen.

Während der Kollege Gerth an dieser Stelle davon berichtet, dass Condor in einigen Fällen Forderungen aus Filesharing-Fällen durchsetzen wolle, für die es im Vorfeld gar keine Abmahnung gegeben habe (und mitteilt, wie man sich in einem solchen Fall verhalten sollte), können wir gegenteiliges berichten.

In allen bisherigen Fällen, in denen die Condor Mandanten von uns mit Forderungen überzieht, lässt sich zumindest ein Zusammenhang zu vorherigen Abmahnungen herstellen. Sämtlichst handelt es sich dabei um Abmahnungen, die die Kanzlei BaumgartenBrandt für die KSM GmbH ausgesprochen hat. Der vorgeschlagene pauschale Vergleichsbetrag betrug damals 850,- €.

Allen unseren Mandaten ist gemein, dass die abmahnende Kanzlei sich nach unserer Bestellung und Abgabe der modifizierten Unterlassungserklärung nicht wieder gemeldet hat. Die Rechtsverletzungen datieren aus dem Frühjahr 2010, die Abmahnungen aus dem Früh- bis Hochsommer des gleichen Jahres. Seitdem herrschte Stille.

Wie die Condor nun zu der im Forderungsschreiben dargestellten “Hauptforderung” in Höhe von  1.911,- € kommt, erschließt sich nicht. Auch die angeblichen Inkasso- und Nebenkosten sind nicht spezifiziert. Insbesondere aber die Höhe der Hauptforderung mutet sehr eigenartig an, bedenkt man vor allem, dass es sich bei den abgemahnten Werken um einzelne, mehr oder weniger erfolgreiche, Filme handelt (in unseren Fällen “Summers Moon” und “Cass Legend Of A Hooligan”).

Es bleibt abzuwarten, wie sich diese Angelegenheiten weiter entwickeln.