Kommt Zeit, kommt Freispruch

Manchmal lohnt sich das Warten!

Im Verfahren wegen Nötigung im Straßenverkehr waren drei Zeugen geladen, einer hatte sich entschuldigt, einer war da. Fehlte Nummer drei. Während der anwesende Zeuge (und Unfallgegner) den Angeklagten heftig belastete, meldete sich der fehlende Zeuge und meinte, ca. 10 min. später zu kommen.

Nach weiteren 30 Minuten – die Vernehmung des ersten Zeugen war längst beendet – war Zeuge Nr. 2 immer noch nicht da. Noch 10 Minuten später rief er an, er sei ca. 2km vor dem Gerichtsort. Ob er von dort aus zu Fuß kam, ließ sich nicht ermitteln, lag aber angesichts des weiteren Zeitablaufes nahe. Immerhin, er erschien noch im Gerichtssaal und wurde vernommen.

Nach seiner Vernehmung war die Sache bei weitem nicht mehr so klar, wie nach Zeuge Nr. 1, was, zu Recht, zum Freispruch des Angeklagten führte. Die Geduld hatte sich gelohnt.