Kreditbearbeitungsgebühren – Santander ohne klare Struktur

Nachdem wir derzeit eine immer größer werdende Anzahl von Mandanten haben, die von Banken unberechtigt geltend gemachte Kreditgebühren zurückfordern, stellt sich heraus, dass im Falle der Santander Consumer Bank offenbar einiges im Argen liegt.

Wie wir bereits mehrfach berichtet hatten scheint es eine Vielzahl von möglichen Reaktionen auf die anwaltlichen Mahnschreiben zu geben. Wir haben daher versucht, einen zentralen Ansprechpartner zu erreichen um zu erfahren, ob es irgendeine einheitliche Linie der Bank im Umgang mit den Rückforderungen gibt. Wir haben es nicht geschafft!

Offenbar scheint es keine zentrale Bearbeitung zu geben. Jede einzelne Abteilung, die für die Ausgabe des Kredites zuständig war, scheint auch für die Rückerstattung zuständig zu sein. Und offenbar macht dort jeder Einzelne, was er gerade will und für richtig hält.

Eines ist allen uns vorliegenden Angelegenheiten gemein: Ohne Anwalt zahlt die Bank nichts (sonst hätten wir die Sachen ja auch nicht vorliegen).

Derzeit gibt es folgende uns vorliegende Reaktionen, wobei wir für unsere Mandanten immer die Kreditbearbeitungsgebühren (Hauptforderung), hierauf anfallende Zinsen sowie die notwendigen Rechtsanwaltskosten geltend gemacht haben:

 

1. Keinerlei Zahlung

2. Hauptforderung wird gezahlt, Zinsen und Kosten nicht

3. Hauptforderung und Zinsen wird gezahlt, Kosten nicht

4. Kosten und Zinsen werden an uns gezahlt, Hauptforderung nicht

5. Hauptforderung wird mit laufenden Kreditraten verrechnet – Mdt. bekommt also Kreditraten zurückgebucht und muss sich erstmal erkundigen, was das soll -, Kosten und Zinsen bleiben aus

 

In der Regel begründet die Bank die Zahlungen auch nicht. Über die Verrechnungen werden keine nachvollziehbaren Belege erbracht. Bei Zahlungen an uns werden Gesamtbeträge gezahlt, eine Aufschlüsselung in Hauptforderung, Kosten und Zinsen unterbleibt.

In einem Fall, in dem die Kreditrate eines Mandanten zurückgebucht wurde, wurde diesem telefonisch mitgeteilt, man habe versucht, die Hauptforderung auf unser Anderkonto zu überweisen. Da das Geld zurückgekommen sei, verrechnet man das jetzt mit den anfallenden Raten.

In etlichen Fällen werden daher derzeit von uns gerichtliche Verfahren betrieben, nur um die  Zinsen und die Anwaltskosten ebenfalls erstattet zu bekommen.

Bei der gerichtlichen Geltendmachung der Hauptforderungen werden diese teilweise anerkannt, das Anerkenntnis bezüglich Zinsen und Anwaltskosten unterbleibt häufig. Die Bank behauptet teilweise, Verzug sei nicht eingetreten oder aber die Hinzuziehung eines Anwalts sei in einer derart einfachen Sache nicht geboten (warum dann in einer derart einfachen Sache nicht sofort auf Anforderung des Mandanten gezahlt wird, bleibt schleierhaft).

Die Santander Consumer Bank könnte eine Menge Geld sparen, wenn sie die Fälle unberechtigter Kreditgebühren zentral bearbeiten und ohne fadenscheinig begründete Verweigerungen schnell abwickeln würde. Bei einem Wert der zurückzufordernden Gebühren bis 500 € beträgt das Kostenrisiko im Falle des vollständigen Unterliegens ca. 420 €. Bei Gegenstandswerten bis 1000 € sind es mehr als 680 €. Die Verweigerung der Rückerstattung und die anschließende Verurteilung der Bank führt daher in einigen Fällen zu mehr als einer Verdopplung der Zahlungen der Bank. Da sollte man überlegen, ob das nicht auch anders geht.

Bis dahin jedoch raten wir weiterhin: Fordern Sie die zu Unrecht erhobenen Gebühren zurück. Sollte die Bank nicht zahlen, so suchen Sie einen Rechtsanwalt auf. Gern helfen wir Ihnen weiter. Wir vertreten derzeit eine Vielzahl von Mandanten bundesweit. Nach einer kostengünstigen Erstberatung, die gern auch telefonisch erfolgen kann, wissen Sie, ob Sie erfolgreich gegen die Bank (nicht nur die Santander Consumer Bank) vorgehen können.