Abmahnung wegen Filesharing

Sie wurden abgemahnt! Ihnen wird vorgeworfen, ein urheberrechtlich geschütztes Werk zum Download angeboten zu haben? Oder Ihnen wird sonstiges rechtswidriges Verhalten im Internet zur Last gelegt? Bleiben Sie ruhig! Reagieren Sie besonnen! Wir sagen Ihnen, wie:

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1. Erste Maßnahmen – Tun Sie nichts (unüberlegtes)!

Der Abmahnung sind in der Regel eine vorbereitete Unterlassungserklärung und in einigen Fällen ein Vergleichsentwurf beigefügt.

Unterschreiben Sie nichts davon!

Zahlen Sie auch nicht in einem Anflug erster Panik die geltend gemachte Forderung!

Rufen Sie auch nicht die Abmahnkanzlei an, “um das zu klären”!

Aber, gar nicht zu reagieren ist auf Dauer (und bezüglich der Unterlassungserklärung auch kurzfristig) keine Lösung. In der Regel empfielt es sich, Hilfe in Anspruch zu nehmen, da die Wenigsten erfahren im Umgang mit Abmahnungen sein dürften.

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2. Anwalt oder nicht?

Selbstverständlich können Sie die Sache selbst in die Hand nehmen. Sie können sich in einschlägigen Foren eine modifizierte Unterlassungserklärung suchen und diese selbst abschicken. Das erfordert etwas (Such-)Arbeit, geht aber auch. Zumindest, wenn Sie wissen, was sie tun.

Beachten Sie aber: Unerfahrene Abgemahnte können oft nicht unterscheiden, ob die in einem Forum angebotene Unterlassungserklärung korrekt ist. Geht an dieser Stelle aber etwas schief, sind die finanziellen Folgen oftmals schwerwiegend. Wer ein gerichtliches Verfahren wegen eines Unterlassungsanspruches verliert, wird locker mit Kosten in vierstelliger Höhe belastet werden.

Erwischt man jedoch eine korrekte Unterlassungserklärung, so hat man Geld für den Anwalt gespart und den Unterlassungsanspruch beseitigt. Dann muss man nur noch mit der Gegenseite um die Kosten feilschen oder diese zurückweisen. Beachten Sie aber: Ist die Unterlassungserklärung ungeeignet, haftet niemand für die entstehenden Schäden! Diese Suppe müssen Sie allein auslöffeln! Ein Anwalt haftet für seine Fehler!

Wer sich nicht sicher ist, ob das, was er da tut, richtig ist, sollte unbedingt einen Anwalt konsultieren. Im Übrigen sollte bei Klagen oder einstweiligen Verfügungen, also bei allen gerichtlichen Verfahren, immer ein Anwalt einbezogen werden.

Ein Anwalt sollte auch immer beauftragt werden, wenn der Abgemahnte nicht abschätzen kann, ob er an die Gegenseite zahlen muss, oder nicht. Gerade letzteres ist für Abgemahnte oft schwer zu beurteilen, da die Vielfalt der diesbezüglichen Rechtsprechung schon manchen Anwalt überfordert. Der Anwalt prüft die Ansprüche, verteidigt Sie gegenüber den Abmahnern und nimmt Ihnen im Übrigen auch massig Arbeit im Bezug auf den vielfältigen Schriftverkehr ab.

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3. Was kostet ein Anwalt?

Gerade die Kosten des eigenen Anwalts sind in der Vergangenheit oft Grund für Streitigkeiten gewesen. Grundsätzlich wäre es dem eigenen Anwalt gestattet, nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) und damit nach Streitwert abzurechnen. Dies dürfte in etlichen Fällen den von den Abmahnern geforderten Betrag noch übersteigen. Trotzdem gibt es Kanzleien, die Abmahnopfern die Kosten auf Basis des Streitwertes berechnen.

Wir vereinbaren mit Ihnen eine einmalige Kostenpauschale. Jeder muss beurteilen, ob einem der Gang zum Anwalt eine solche Kostenpauschale wert ist. Hierbei nur zu schauen, wie hoch die geltend gemachte Forderung der Abmahner ist, ist jedoch nicht angeraten. Denn schließlich bewahrt der Anwalt durch Fertigung einer Unterlassungserklärung den Abgemahnten vor erheblichen Kosten. Und außerdem haftet der Anwalt für seine Beratung.

Trotzdem: Bislang haben wir bei der Vereinbarung der Kostenpauschalen nie den ursprünglich von der Gegenseite geltend gemachten Betrag überschritten! Das wird aller Voraussicht nach auch in Zukunft so bleiben (es sei denn, die Abmahner fordern zukünftig nur noch zweistellige Beträge). Wir bearbeiten Filesharing-Mandate bereits ab 175,- € brutto (also inkl. Mehrwertsteuer und Auslagenpauschale), je nachdem, welche Eigenheiten Ihr Fall aufweist. Auf jeden Fall teilen wir Ihnen in der Regel sofort bei Mandatsannahme mit, was Sie zu zahlen haben. Und selbstverständlich werden wir auch im Rahmen der Beratungshilfe tätig, sofern bei Beauftragung ein Berechtigungsschein schon vorliegt.

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4. Fazit

Wenn Sie abgemahnt wurden, handeln Sie überlegt und nicht vorschnell! Eine Unterlassungserklärung sollte in jedem Fall abgegeben werden. Ob Sie sich hierfür und für die Verteidigung gegen die Kosten anwaltliche Hilfe holen, bleibt Ihnen überlassen.

Im Zweifel sollten Sie jedoch einen spezialisierten Rechtsanwalt beauftragen. Prüfen Sie genau, ob der Anwalt, der Ihre Scheidung durchgeboxt hat, auch als Verteidiger gegen die Abmahnung taugt (mit einem Beinbruch gehen Sie ja auch nicht zum Urologen).

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Wir sind jedenfalls bundesweit für Sie tätig! Im Zeitalter moderner Kommunikationswege ist dies unproblematisch möglich. Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns eine E-Mail! Wenn Sie sich außerhalb unserer Bürozeiten an uns wenden möchten, so hinterlassen Sie Ihre Rufnummer, wir rufen zurück!