Kein Schadensersatz für betrunkenen Fußgänger

Ein erheblich betrunkener Fußgänger haftet unter Umständen allein für einen Unfall mit einem LKW, sodass die Betriebsgefahr des LKW oder ein mögliches Mitverschulden des LKW-Fahrer hinter dem Verschulden des Fußgängers zurückbleibt. Der Fußgänger kann dann seinerseits keinerlei Schadensersatzansprüche durchsetzen (OLG Hamm , Urteil vom 17.04.2015 - 9 U 34/14). Das Oberlandesgericht Hamm hatte es mit einem Kläger zu tun, der zwischen die Achsen eines Sattelzuges geraten war. Der Kläger war erh...
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Gesamtschuldnerische Haftung nebeneinander verantwortlicher Schädiger (Verkehrsunfall)

Der Bundesgerichtshof hatte sich mit dem tragischen Schicksal eines Unfallhelfers zu beschäftigen (Urteil vom 05.10.2010, Az.: VI ZR 286/09). Dieser hatte, nachdem vor ihm ein Fahrzeug verunfallt war, angehalten um dem Verunfallten zu Hilfe zu eilen. Nachdem er den Verunfallten zunächst nach seinem Befinden gefragt hatte wollte er das Warndreieck aufstellen und wurde sodann von einem nachfolgenden Fahrzeug, das ebenfalls an gleicher Stelle verunfallte verletzt. Gegenüber dem nachfolgenden Fah...
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BGH: Zur Haftung eines Fahrzeugführers bei objektiv unnötiger Ausweichreaktion eines anderen Fahrzeuges

Die zugegebenermaßen etwas sperrige Überschrift läßt sich kurz und knapp durch den Leitsatz des Bundesgerichtshofes (Urteil vom 21.09.2010, Az.: VI ZR 263/09) erläutern: Ein Unfall kann auch dann dem Betrieb eines anderen Kraftfahrzeugs zu-gerechnet werden, wenn er durch eine - objektiv nicht erforderliche - Aus-weichreaktion im Zusammenhang mit einem Überholvorgang des anderen Fahrzeugs ausgelöst worden ist. Nicht erforderlich ist, dass die von dem Geschädigten vorgenommene Ausweichreaktion au...
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