Strafrecht: Opferbezogene Berechnung des Vermögensverlustes großen Ausmaßes beim besonders schweren Fall des Betruges

Schädigt ein Betrüger durch tateinheitlich begangene Betrugshandlungen eine Vielzahl von Geschädigten, so kommt es auf die Frage, ob ein Vermögensverlust großen Ausmaßes und somit ein besonders schwerer Fall des Betruges im Sinne von § 263 Abs. 3 Satz 2 Nr. 2 Alt. 1 StGB auf den Schaden des jeweils einzelnen Tatopfers, nicht auf den entstandenen Gesamtschaden aller Opfer an. Dies hat der Bundesgerichtshof kürzlich entschieden (BGH, Urteil vom 21.12.2011, Az.: 4 StR 453/11). Der Angeklagte hat...
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Aktuelle Entscheidung: Besonders schwerer Fall des Diebstahls auch bei Öffnung eines Behältnisses mit korrektem Schlüssel (BGH)

Der Angeklagte und seine gesondert verurteilte Mittäter ein gemeinsames einer Postfiliale erhebliche Mengen Geld entwendet. Die Mittäterin hatte von einem abgelehnten Kollegen unbemerkt den Schlüssel zum Haupttresor an sich genommen um sodann den Tresor zu öffnen und 113.000 € zu entnehmen. Beides war nach den Feststellungen des Gerichtes vom gemeinsamen Tatwillen getragen. Das Landgericht Gießen hatte denen Angeklagten schließlich zu einer mehrjährigen Haftstrafe, unter Einbeziehung verschie...
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