Nach Tod des Arbeitnehmers wird Urlaubsanspruch zu Abgeltungsanspruch des Erben

Das hat was von Gallien gegen Rom! Das Bundesarbeitsgericht geht bislang stets davon aus, dass mit dem Tod eines Arbeitnehmers dessen höchstpersönliche Leistungspflicht endet und demnach auch sein Anspruch auf bislang nicht gewährten Urlaub untergeht und dementsprechend diesbezüglich nichts für die Erben bleibt. Das sieht das Berliner Arbeitsgericht nun aber mal ganz anders. Es vertritt die Auffassung, dass der Urlaubsanspruch des Arbeitsnehmers mit dessen Tod zum Abgeltungsanspruch beim Erbe...
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Keine Kürzung des bereits erworbenen Urlaubsanspruches nach Wechsel in Teilzeittätigkeit

Zumindest nach dem für saarländische Beamte geltenden Urlaubsrecht (und damit voraussichtlich auch für andere Beamte und Angestellte) gibt es keine Rechtsgrundlage, die den Dienstherrn berechtigen würde, bereits für Zeiten der vollzeitigen Tätigkeit erworbene Urlaubsansprüche, die u.a. wegen Krankheit und Mutterschutz nicht genutzt werden konnten, zu kürzen, wenn die Beamtin nach Beendigung der Elternzeit ihre Tätigkeit wieder aufnimmt und dabei in eine Teilzeittätigkeit wechselt (OVG Saarlouis ...
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Arbeitsrecht: BAG zum Verfall von Urlaubsansprüchen nach langfristiger Arbeitsunfähigkeit

Wird ein Arbeitnehmer für einen langen Zeitraum arbeitsunfähig, überträgt er den in diesem Zeitraum entstehenden Urlaubsanspruch gemäß § 7 Abs. 3 S. 2 BUrlG (immer weiter) in das jeweilige Folgejahr, so verfällt dieser angesammelte Anspruch, wenn er in dem Jahr, in dem der Arbeitnehmer wieder arbeitsfähig wird und den Urlaub hätte nehmen können, nicht verbraucht wird. Dies hat das Bundesarbeitsgericht entschieden (Urteil v. 09.08.2011, Az.: 9 AZR 425/10). Im dem Rechtsstreit zugrunde liegende...
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